Die Voliere liegt wunderschön in der Bucht von Stansstad direkt am Vierwaldstättersee. Die Vögel geniessen also eine herrliche Aussicht auf den See und die Berge. Eine stattliche Anzahl exotischer Vögel wie etwa, Aras, Kakadus, Amazonen aber auch Sittiche, Kanarien und div. „Exöteli“ sind in den Volieren anzutreffen. Selbst die in einer Voliere eher selten gehaltenen Turakos sind in einem komfortablen Freiflug zusammen mit Wassergeflügel zu bestaunen.

 

Der Standort wo die Voliere heute steht, war ursprünglich ein Ried und wurde beim Bau des Loppertunnels mit Aushubmaterial aufgeschüttet und so bebaubar gemacht. Initiant für die Erstellung der Anlage war damals, Ende der Sechzigerjahre, ein gewisser Josef Flüeler Martinez. Der Verein „Pro Stansstad“ hatte damals die Oberaufsicht. Die ganze Anlage entstand durch Fronarbeit und wurde in verschiedenen Etappen erstellt und erweitert. Die notwendigen finanziellen Mittel wurden zum grössten Teil durch Spendengelder aufgebracht.

 

Nach diversen Wechseln in der Führung gab es Mitte der Siebzigerjahre ein neuer Name und wurde fortan unter dem Namen „Freunde der Voliere Stansstad“ geführt. 1981 übernahm dann die Familie Bossert den Betrieb. Der Verein zählt heute ca. 650 Mitglieder. Wovon sich aber nur ein kleiner Teil engagiert.   Es war für Hans Bossert damals nicht leicht den Betrieb aufrecht zu erhalten. Leider hat man nach der Übernahme durch die neue Vereinsführung festgestellt, dass mehrere Rechnungen noch ausstehend waren. Die Ernüchterung war gross, musste doch ein Loch von ca. Fr. 50‘000 irgendwie gestopft werden. Keine leichte Aufgabe zur damaligen Zeit.

 

Mit viel Herzblut und Enthusiasmus und nicht zuletzt dank Hans gelang es die Schuld zu tilgen. Hätte er und seine Crew sich damals nicht dermassen engagiert, wer weiss ob man sich heute noch an der Anlage erfreuen könnte. Ein grosser Dank gilt hier aber auch seiner Familie, seiner Frau Esther und den Kindern Cedric und Sandra. Sie alle investieren sehr viel Zeit für den Unterhalt, die Pflege und das Wohlergehen der Vögel. Das handwerkliche Geschick von Hans, wie auch von seinem Sohn Cedric, der schon seit vielen Jahren seinem Vater tatkräftig zur Hand geht, sowie die gut eingerichtete Werkstatt, erlauben es ihnen viele Reparaturen selber zu erledigen. Sauberkeit ist übrigens ein Gütezeichen der Voliere Stansstad. Die Volieren präsentieren sich sehr gepflegt. Auch für die Umgebung ist immer gesorgt. Cedric ist Gärtner von Beruf und pflegt die Voliere wie seinen eigenen Garten.

 

Anpassungen wurden in den vergangenen Jahren dauernd gemacht. Zum Teil gezwungenermassen durch die neuen Tierschutzverordnungen, aber auch anfallende Reparaturen, Belagssanierungen usw. Diese verschlingen jedes Jahr eine Menge Geld. Die anfallenden Fixkosten wie Heizung, Wasser, Kanalisation können nur zum Teil durch Mitgliederbeiträge und einem jährlichen Beitrag der Gemeinde Stansstad gedeckt werden. Ein weiterer kleiner Zustupf bringt die Volierenwerbung und die Patenschaften. Auch dieser Internetauftritt konnte einiges Interesse wecken. Es ist aber Jahr für Jahr ein grosser Kampf um die notwendigen Mittel aufzubringen die es braucht, um den Betrieb sicherzustellen. Daher ist man für jede Unterstützung und Spende sehr dankbar. Vor einigen Jahren erstellte man ebenfalls in Fronarbeit einen Kinderspielplatz der durch unsere Kleinsten rege benutzt wird.

 

Leider ist Hans Bossert im Januar 2012 verstorben. Sein grösster Wunsch war es, dass die Voliere noch lange bestehen kann und ein geeigneter Nachfolger für sein „Lebenswerk“ gefunden wird. Die Familie Bossert führt die Voliere im Sinne von Hans weiter. Mit viel Unterstützung von Freunden und Gutgesinnten wird diese noch lange in wunderbarer Pracht erscheinen, so wie es sich Hans gewünscht hat.

Anfahrt           

mit dem Auto

von Luzern nach Stansstad in 10 Minuten. Autobahn A2 Richtung Gotthard, Autobahnausfahrt Stansstad (rechts nach der Autobahnbrücke)

 

mit der Bahn

von Luzern nach Stansstad in 15 Minuten. Im Halbstundentakt ab Gleis 14                  

 

mit dem Schiff

von Luzern nach Stansstad in 30 Minuten – an die Schiffsanlegestelle, 5 Minuten Fussweg am See entlang Richtung Hergiswil